T I P P S   &  T R I C K S
Die digitale Unterwasser- Fotografie
Die digitale Fotografie eröffnet über Wasser bereits eine Fülle von Möglichkeiten.
An der digitalen Fotografie führt in Zukunft kein Weg mehr vorbei, auch nicht unter Wasser. Doch die Unsicherheit der Verbraucher ist groß. Deftige Preise, eigenartige Konzepte und eine verwirrende Technik lässt so manchen kaufwilligen UW- Fotografen zweifeln und zögern. Und dann steht immer wieder die Frage im Raum: Ist digital (elektronische Bildaufzeichnung) wirklich besser als analog (Film)?

Während bei Farbnegativfilm ISO 200/24° bereits Standard geworden sind, soll auch beim Dia-Film die Empfindlichkeit steigen. ISO 400/27° mit dem Korn und der Schärfe heutiger ISO 100/21°-Filme sind das Ziel der Entwickler. Auch die Kamerahersteller beeilen sich zu versichern, dass zukünftig neue analoge Kameras den Markt beleben werden. Wenn auch nicht mehr so viele wie in den vergangenen Jahren. Glauben wir das mal.

Für viele Einsteiger stellt sich die Frage: wie viele PIXEL benötige ich ?

Eine höhere Pixelzahl bietet mehr Details, aber nicht unbedingt mehr Brillanz oder schönere Farben. Wer Bilder in höchster Qualität machen will, kommt in der Regel nicht um eine Drei-bis-Fünf-Megapixel-Kamera herum. Wer aber nicht selber druckt, 10 mal 15 Zentimeter große Abzüge bevorzugt und seine Bilder am Computer oder Fernseher betrachten möchte, für den reicht unter Umständen eine günstige Kamera mit etwa 1,3 bis 2,0 Megapixel.

Welche AUFLÖSUNG für welchen Zweck ?
Die Verdoppelung der Pixelzahl ver-doppelt nicht die horizontale und ver-tikale Auflösung des Bildes, sondern vergrößert sie nur um rund das 1,4-Fache. Erst bei einer Vervierfachung der Pixelzahl würde sich die Auflösung verdoppeln.
Größe des Ausdrucks

9 mal 13 Zentimeter 10 mal 15 Zentimeter 13 mal 18 Zentimeter 20 mal 30 Zentimeter

empfohlene Auflösung

1076 mal 1525 Pixel 1230 mal 1820 Pixel 1525 mal 2272 Pixel 2424 mal 3627 Pixel

Digitalkameras bieten die Möglichkeit, Bilder in verschiedenen Auflösungen zu speichern. Dabei gilt: Je geringer die Auflösung, desto kleiner am Ende das Bild. Wer seine Digital-Bilder später als normales Foto drucken lassen möchte, sollte sich daher bewusst sein, dass eine zu kleine Aufnahme unter Umständen unscharf oder grob gerastert wird, wenn man sie auf ein gebräuchliches Format (zum Beispiel 9x13 cm oder 10x15 cm) vergrößert. Abhilfe im Vorwege schafft der "PixelKalkulator". Das kleine Online-Programm zeigt an, welche Auflösung Sie mindestens an Ihrer Digitalkamera einstellen sollten, um qualitativ hochwertige Abzüge zu erhalten.
KONTRAST und FARBE

Digitale Bilder besitzen im Gegensatz zu analogen eine Pixelstruktur. Pixel heißt Bildpunkt und ist die Abkürzung von "Pictuer und Element" mit einem sprachlich eleganten X dazwischen. Grob gesagt kann man auch von Bildatomen sprechen.

Technisch gesehen sind Pixel Fotodioden. Schon deshalb kann ein Film keine Pixel besitzen, auch wenn das immer wieder behauptet wird. Farbfilme und Dias erfassen die relevanten Bilddaten auf chemische Art mittels Farbstoffwölkchen in unterschiedlichen Farbschichten, außerdem über die Korngröße sowie deren Anordnung und Struktur. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Digitale Kameras besitzen im Gegensatz zu anlogen einen Bildsensor, auch Bilderchip genannt. Dieser Bildsensor beherbergt die Pixel, deren geometrische Struktur rechteckig, wabenförmig oder quadratisch sein kann.

Wer mehr will, also Bilder in besserer Auflösung, mit mehr Farbintensität und höherem Kontrast sollte sich nicht unter drei Megapixel orientieren. Damit können immerhin Ausdrucke in der Größe 13 x 18 in sehr guter und 20 x 30 in akzeptabler Qualität gemacht werden.

Um die Abbildungsleistung eines extrem feinkörnigen und hyperscharfen ISO 100/21°-Dia-Farbfilms digital umsetzen zu wollen, müsste der Bildsensor mindestens 25-30 Millionen Pixel besitzen. Davon ist die digitale Aufzeichnungstechnik nicht nur meilenweit entfernt, ein solcher Chip wäre auch unbezahlbar...im Augenblick jedenfalls. In 10 oder 20 Jahren kann das aber anders aussehen.

Bei den meisten Sucherkameras ist die AUSLÖSEVERZÖGERUNG im vertretbaren Rahmen. Trotzdem Sollten Sie noch vor dem Kauf einmal aus-probieren, ob die gewünschte Kamera auch „schnappschusstauglich“ ist. Visieren Sie dazu einfach ein bewegtes Objekt an und drücken Sie ab – dann sehen Sie sehr schnell, ob die Geschwindigkeit Ihren Ansprüchen entspricht.
GEHÄUSE
Vor- und Nachteile
Kompaktgehäuse sind meist eng um die Kamera konstruiert. Da-durch bietet sich jedoch wenig Platz für Trockengranulat, das das Anlaufen der Frontscheibe verhindert

(siehe auch den nachfolgenden HINWEIS).

Kompaktgehäuse Spezialgehäuse
+ Preis
+ Handlichkeit
+ simple Bedienung
+ Bedienung fast aller Kamerafunktionen möglich
- Brennweitenverlängerung durch Planports
- Beschlagen
- Blitzanschluss nur über Lichtleiter / Fotozelle
+ Bedienung fast aller Kamerafunktionen
+ Blitzanschluss
+ Wechselports / Domports
+ beschlägt weniger
- Preis
- vergleichsweise groß - Bedienung anspruchsvoll
HINWEIS: Kompakt- bzw. Kunststoffgehäuse für Foto- und Videokameras tendieren trotz Sili-katgel zum Beschlagen. Das lässt sich jedoch einfach unterdrücken. Zum Beispiel wie bei der Tauchmaske: Im Notfall hilft Spucke, besser sind jedoch die Antibeschlagmittel der Masken-hersteller. Bei Metall-Gehäusen gibt es dieses Problem nicht.
eer Notwendige Eingriffe

► Auslöser

► Blende

► Monitor Ein/Aus (On/Off)

► optischer zoom

eer Sinnvolle Eingriffe

► Modus Belichtungsprogr.

► ISO Übertragung

► Blitz- Modus

► man. Weißabgleich

LeerÜberflüssige Eingriffe

► Kompressionsveränderung

► Dateiformat

► Speicherprogramme

► Histogramme

Suche nach dem passenden Gehäuse:

http://www.tauchen.de/unterwasser-digital/suche/index.php

LICHT und SCHATTEN

Beleuchtung von oben oder von der Seite wirkt für den Betrachter stimmiger, da der Schatten dann unter oder neben dem Motiv liegt. Unterlicht, mit Schattenwurf über dem zentralen Bildelement, wirkt daher befremdlich und sollte nur selten eingesetzt werden.

LAMPE oder BLITZ ?
Um diese Frage ist ein Glaubenskrieg unter Unterwasser-Fotografen entbrannt. Nachfolgend werden einige Vor- und Nachteile aufgeführt.
Vor- und Nachteile
Lampe Blitz
+ Licht auch bei Video-Sequenzen
+ Ausleuchtung bereits bei der Bildkomposition
+ Fokussierung
+ kabellos
+ auch als Tauchlampe verwendbar
- Gehäusegröße
- bei manchen Modellen starker Betrieb
- meist Weißabgleich notwendig
+ kompakt
+ wenig Abtrieb
+ starke Lichtabgabe
+ schnell
+ neutrale Farbtemperatur
- nur für Fotos nutzbar
- TTL-Steuerung nicht optimal
- Ausleuchtungs-Ergebnis ist erst nach gemachtem Bild sichtbar
Eine Lampe als Lichquelle ist nicht immer unproblematisch. Tages-lichtlampen liefern erfahrungs-gemäß die besten Resultate. Um mit normalen Halogen- Strahlern ein gutes Ergebnis zu erzielen, muss zunächst der Weißabgleich der Kamera auf das verwendete Licht eingestellt werden. Dabei ist nicht gesagt, dass die Kunstlicht-Abgleichs-Modi der Kamera ohne weiteres mit dem Licht der Tauch-lampe zurecht kommen. Oft ist manuelle Nachregelung nötig.
Wer als Einsteiger in die digitale Unterwasserfotografie bereits eine Tauchlampe sein eigen nennt, sollte seine ersten Gehversuche auch mit dieser starten. Nach kurzer Zeit sind die ersten Resultate sichtbar. Des weiteren sind die Systeme die die digitale UW-Fotografie bietet jederzeit ausbaubar.
Drei Goldene Regeln für den richtigen Lichteinatz:

►Bringen Sie die Lichtquelle möglichst nah ans Motiv heran. Damit wird das Bild vollständig und kräftig ausgeleuchtet.

►Beim Blitzeinsatz immer mit Pilotlicht arbeiten. Nur dann kann die Digital-kamera sicher fokussieren, und der Fotograf sieht, ob der Blitz das Motiv trifft.

►Das Motiv möglichst von der Seite oder von oben anleuchten. Das minimiert Reflexionen und setzt durch Schattenwurf Akzente.
SPEICHERCHIP
Arbeiten Sie mit der Kamera vorzugsweise mit einer 128 MB Speicherkarte. Diese lässt Ihnen genügend Spielraum für Experimente und Probefotos in sehr guter Auflösung. Wählen Sie nach Möglichkeit die Bildqualität „Fine“, die eine Komprimierung von 1:4 erlaubt und im JPEG-Format abspeichert. Bei sehr hohen Ansprüchen sollten Sie eine horizontale Pixelzahl zwischen 2048 und 2272 wählen, was eine Bildanzahl zwischen 66 und 80 gewährleistet. Gehobene Ansprüche decken Sie ab zwischen 1600 und 1280 horizontalen Pixel. Hier stehen Ihnen dann entweder 130 oder 200 Bilder in Folge zur Verfügung. Diese Angaben sind aber als Durchschnittswerte anzusehen, da die exakte Dateigröße von JPEG-Bildern generell vom Motiv abhängt. Die Monitorangaben sind aber sehr verlässlich. Die effektive Bildauflösung des Sensors beträgt 4 Millionen Pixel, was Ausdrucke bis 20 x 30 cm in guter Qualität ermöglicht.
Löschen sollten Sie fehlbelichtete oder unscharfe Bilder unter Wasser nur dann, wenn Sie die Bildqualität hinsichtlich „misslungen“ absolut sicher beurteilen können. Sonst ist es besser zu warten, bis man am Computer oder TV-Gerät die Einzelheiten der Aufnahmen deutlich sehen kann. Merken Sie sich: Ein einmal gelöschtes Bild ist normalerweise für immer verloren. Es gibt zwar mittlerweile im Internet Programme, die ein gelöschtes Bild wieder auffinden können, die Speicherkarte darf
aber nicht überschrieben sein. Besser ist es deshalb, mit dem Löschen bis nach dem Tauchgang zu warten. Die Coolpix 4300 verfügt im übrigen über ein Programm gegen das versehentliche Löschen von Aufnahmen. Aufnahmen, die nicht gelöscht werden sollen, können sie mit dem Befehl „schützen“ vor einer Fehlbehandlung bewahren. Sicher ist zwar sicher, aber ein neues Formatieren der Speicherkarte löscht auch dann unwiederbringlich alle Daten.
VERHALTENSREGELN:

Als UW- Fotograf ist man sicher von Natur aus bestrebt, dass die Welt unter Wasser intakt und sauber bleibt. Sie brauchen deshalb auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie tauchen und fotografieren. Das dient der Entspannung und macht obendrein viel Spaß.

Die Riffe der Welt werden nicht durch Taucher bzw. UW- Fotografen zerstört, wie uns immer wieder von Umweltneurotikern einsuggeriert wird, sondern durch altbekannte Umweltsünden wie Brandrodung, Abgase, Ölunglücke und Ozonzerstörung.

Nichtsdestotrotz sollte man sich an gewisse Regeln halten. Brechen Sie niemals absichtlich Korallen ab, legen Sie sich nicht unkontrolliert in ein Riff (festhalten und vorsichtiges Knien schaden aber nicht), sammeln Sie keine Tiere und Korallen als Souvenire ein.

BUCHTIPP:
Endlich ein Buch aus der Praxis für die Praxis. Dieses Buch bringt dem an Unterwasserfotografie interessierten Taucher die notwendigen Grundkenntnisse näher und bietet Erfolgserlebnisse von Anfang an. Nicht nur für Einsteiger sondern auch für Fortgeschrittene und "Umsteiger" eine wertvolle Lektüre mit vielen Tipps und dargestellten Beispielen

Presseinformation Buchveröffentlichung

„DIGITALE UNTERWASSERFOTOGRAFIE“
Eine Einführung in die Digitale Unterwasserfotografie für Ein- und Umsteiger

Nürnberg, 2.5.2005 – Der Markt für digitale Unterwasserkameras boomt, jedoch stellt sich bei vielen Benutzern Ernüchterung nach der Sichtung der ersten Unterwasser-Fotos ein. Dabei sind die oftmals kleinen und preiswerten Digitalkameras bei der Einhaltung einiger Grundregeln meist sehr gut geeignet schöne Unterwasserfotos aufzunehmen. Einzig das Wissen und Verständnis des Fotografen reicht nicht aus um die Kamera innerhalb ihrer Grenzen sinnvoll einzusetzen.

Das Buch „Digitale Unterwasserfotografie“ wird dem Leser das notwendige Hintergrundwissen vermitteln und gibt wertvolle Vorschläge für Übungen und den Umgang mit der Ausrüstung vor, während und nach dem Tauchgang.

Es wird gezielt auf die Vorteile, Besonderheiten und Belange der digitalen Fotografie unter Wasser eingegangen und ermöglich so jedem Leser das Optimum aus seiner vorhandenen Ausrüstung herauszuholen. Wer noch keine eigene Unterwasser-Fotoausrüstung besitzt erhält die Informationen, die benötigt werden um die richtige Kaufentscheidung zu treffen.

Es ist ebenso für das Selbststudium, wie auch als Kursbegleitendes Handbuch für Digitale Unterwasserfotografie Kurse innerhalb der Tauchausbildung von Schulen geeignet.

Ein Instructor-Manual mit Abschlusstest und eine schulungsbegleitende PowerPoint Präsentation stehen für interessierte Tauchschulen zur Verfügung.

Das Buch ist ab sofort zu einem Preis von 14,80 EUR im Buchhandel.


Digitale Unterwasserfotografie

Eine Einführung in die Digitale Unterwasserfotografie für Ein- und Umsteiger

ISBN 3-937034-86-2

pro literatur Verlag

Robert Mayer-Scholz

NACHBEARBEITUNG am PC

Zur Nachbearbeitung am PC gibt es einige gute Grafikprogramme wie z.B. Adobe Photoshop, PhotoOffice, PhotoImpression, PhotoImpact, usw. mit denen man seine Fotos entsprechend bearbeiten kann (Farbe, Kontrast, Schärfe, Helligkeit,...).

Für weitere Informationen richten Sie Ihre Anfrage bitte per E-Mail an: info@unterwasser-galerie.de

Ich freue mich, wenn ich Ihnen helfen kann.