R e i s e b e r i c h t
Cuba, KARIBIK
CUBA
Perle der Karibik

Cuba - ein Land der Träume, eine Versuchung ganz besonderer Art. Cuba liegt auf einer einzigartigen Insel mitten in der Karibik. Schon Columbus segelte über den Atlantik, weil er dort sagen-hafte Schätze vermutete. Piraten hatten auf Cuba Stützpunkte, um sich dort von der Jagd nach dem Gold der Inka und den Azteken zu erholen.

Die Einflüsse verschiedener Epochen und Länder haben Cuba zum Schmelztiegel vieler Kulturen und Nationen werden lassen. Aus dieser außergewöhnlichen karibischen Mentalität, gewürzt mit viel Sonne und Lebenslust, ist ein leichter und fröhlicher Lebensstil hervor gegangen, der immer wieder aufs neue überrascht.
Die heimliche Hauptstadt Cubas

Wie das Leben auf Cuba, wird auch die Bevölkerung von Westen nach Osten deutlich farbiger. Nach Abschaffung der Sklaverei ließen sich in der Provinz Santiago die meisten Farbigen nieder und es entstand eine Region kühner Träumer und willensstarker Patrioten. Parallel hierzu nehmen Lebenslust, begleitet mit viel Musik und Tanz mit jedem Kilometer gen Osten zu. In Santiago ist der Anteil der farbigen Bevölkerung am Größten. Die Magie der afro-cubanischen Traditionen gehört noch zum Alltag und die Mentalität und Lebenslust der Bevölkerung erfährt abschließend noch einmal einen spürbaren Wandel. Fremdartige Religionen, mystische Bräuche und Riten und unbekannte Gelassenheit sind hier überall präsent. Genießen Sie diese Mentalität in Ihrem Urlaub und nehmen Sie ein bisschen am Ende der Reise mit nach Hause. Santiago ist tierra caliente, sagen die Einheimischen und schmunzeln verträumt.

Auch während Ihres Urlaubs können Sie dies hier. Die Stadt liegt im Osten Cubas an der südlichen Küste der Insel inmitten der Gebirgszüge der Sierra Maestra. Sie ist kulturelles Zentrum und bis heute Ursprung der urtypischen cubanischen Kultur geblieben. Hier verschmolzen afrikanische Rhythmen und Bräuche mit spanischem Temperament, weiße Strände mit dunkler Haut und kühle Cocktails mit hießer Salsa zu einem fröhlichen und immer sonnigem Lebensgefühl. Der ideale Ort für einen Urlaub. In Santiago de Cuba gibt es viele Möglichkeiten den Abend zu gestalten. Die Palette der Lokale reicht von Pizzerien, spanischen Tavernen, vielen landestypischen Restaurants über Diskotheken einfachen Lokalen bis hin zu Bars mit Livemusik für lange Nächte. Die Casa de la Trova, Casa de la tradition und Casa de la Musica.
KLIMA
Das Klima von Kuba ist tropisch, die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 25°C. Die extreme Hitze und hohe relative Luftfeuchtigkeit (durchschnittlich 80 Prozent) der Sommermonate wird vom vorherrschenden Nordostpassat gemildert. Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober. Die Insel liegt in einer Region, die in den Monaten August bis Oktober des öfteren von verheerenden Hurrikans heimgesucht wird.

Als beste Reisezeit sind die Monate November bis April anzusehen.

Wetter .Havanna..KUBA
JAN
FEB
MÄR
APR MAI JUN JUL AUG SEP OKT NOV DEZ
Beste Reisezeit
Min. Temperatur (°C)
18
18
19
21
22
23
24
24
24
23
21
19
Max.Temperatur (°C)
26
26
27
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30
31
32
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29
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26
Sonnenstunden
6
6
7
7
8
6
6
6
5
5
5
5
Niederschlag (Tage)
6
4
4
4
7
10
9
10
11
11
7
6
Wassertemperatur (°C)
25
24
24
26
27
27
28
28
28
28
27
27
UNTERKUNFT
Das Hotel Kawama liegt am Ortsanfang direkt am Strand von Varadero. Die recht schöne und geräumige Anlage bietet viele andere Tätigkeite als nur das Sonnenbaden. Leider wird auf Sauberkeit am Strand nicht allzu großer Wert gelegt, Plastikbecher und sonstiger Unrat der uneinsichtigen Gäste wir kaum bereinigt. Selbst das Besteck im Restaurant ist nicht das Sauberste. Getränke sind fast immer (bis auf kleine Ausnahmen, Cola war tageweise nicht zu be- kommen) verfügbar. Fazit: Eine günstige Alternative wenn man auf Zimmer-komfort keinen großen Wert legt. Zweckmäßig eingerichtete Zimmer.
TIPPS für Kubareisende
Einwohner

Bevölkerung: ca. 11,2 Millionen.

STÄDTE: La Habana (Havanna, Hauptstadt) ca. 2,2 Millionen, Santiago de Cuba ca. 423.000, Camaguey ca. 302.000, Holguin ca. 270.000, Santa Clara ca. 210.000, Guantánamo ca. 208.000, Bayamo ca. 145.000, Las Tunas ca. 144.000, Cienfuegos ca. 141.000, Pinar del Rio ca. 139.000, Matanzas ca. 127.000.

Sprache
Die Landessprache ist Spanisch. In den Städten wird teilweise Englisch verstanden und gesprochen.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden
Der Zeitunterschied bleibt normalerweise auch während der kubanischen Sommerzeit erhalten. In den letzten Jahren wurde allerdings auf die Rückumstellung auf Winterzeit verzichtet, so dass in diesem Fall während der europäischen Winterzeit nur noch fünf Stunden Differenz sind.

Stromspannung
110-120 Volt Wechselstrom, 60 Hertz. Manche neuere Hotels sind auch mit 220 Volt, 60 Hz ausgestattet.

Die meisten Hotels haben amerikanische zweipolige Flachstecker; Adapter sind erforderlich. Von den häufigen Stromausfällen (als Sparmaßnahme) sind Hotels meist nicht betroffen.

Telefon/Post
Luftpost von und nach Europa ist oft bis zu 6 Wochen unterwegs, ist oft auch unzuverlässig. Zu bevorzugen sind private Kurierdienste.

Telefon
Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Kuba ist 0053. Die Vorwahl von Kuba nach Deutschland ist 11949, nach Österreich 11943 und in die Schweiz 11941. Von den größeren Hotels kann man direkt bzw. über einen Operator (Ziffern 00 oder 110) nach Europa telefonieren. Auslandsgespräche kann man etwas günstiger mit den öffentlichen blauen Kartentelefonen führen (Telefonkarten sind in vielen Hotels erhältlich). Telefonieren in Kuba macht meist häufiges Anwählen erforderlich.

NOTRUFNUMMERN: sind von Ort zu Ort verschieden. Polizei 116, Unfallrettung 40 53 45 und 40 71 13, Feuerwehr 115.

Mobilfunk
Netztechnik: GSM 900 und TDMA.
Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Kuba von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone. Der Empfang beschränkt sich momentan auf die Ballungsgebiete Havanna und Varadero. Handies können auch vor Ort gemietet werden (recht teuer).

Internet
Länderkürzel: .cu
Internetzugang wird von einigen Hotels und einigen Internetcafés in Havanna angeboten. Da die Zugänge über reguläre Telefonleitungen gehen, ist ein Zugang nicht so einfach. Das Internet unterliegt staatlicher Kontrolle.

Feiertage
1. Januar (Tag der Revolution), 2. Januar (Tag der Sreitkräfte), 1. Mai (Tag der Arbeit), 25.-27. Juli (Moncada -Gedenktag/Nationalfeiertag), 10. Oktober (Beginn des Unabhängigkeitskrieges 1868), 25. Dezember (Weihnachten). Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der darauf folgende Montag arbeitsfrei. Karneval ist in Havanna und Santiago de Cuba im Juli, in Matanzas und Pinar del Rio im August, in Varadero im Januar.
Es gibt keine ausgeprägte Urlaubssaison.

Öffnungszeiten
Banken und Wechselstellen: Mo bis Fr 8.30-12, 13.30-15 Uhr, Sa 8-10.30 Uhr (zum Teil durchgehend, z.B. in größeren Hotels); Geschäfte: Mo bis Fr 9-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr; größere Geschäfte und Touristenshops täglich 10-20/21 Uhr (manche auch 24 Stunden); Behörden: Mo bis Fr 8.30-12.30, 13.30-16.30 Uhr; Büros: Mo bis Fr 9-17 Uhr mit einer Stunde Mittag von 12-14 Uhr; Postämter: Mo bis Sa 8.30-17 Uhr.

Geschichte/Politik
Die Insel wurde 1492 von Christoph Kolumbus entdeckt und Fernandina genannt. 1511 begann die Be-siedlung durch die Spanier. Von einer kurzen britischen Unterbrechung abgesehen (1762/63) blieb Kuba bis 1898 unter spanischer Herrschaft. Im 18. Jahrhundert kam es durch intensiven Zuckerrohranbau und Sklavenhandel zu einem erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung. Im Jahr 1898, nach dem spanisch-amerikanischen Krieg, wurde Kuba von Spanien an die USA abgetreten. 1902 wurde Kuba offiziell unab-hängig, die USA behielten sich aber bis 1934 ein Interventionsrecht in die inneren Angelegenheiten vor und stützten die jeweiligen Regierungen. 1959 stürzten Guerillatruppen unter Fidel Castro und Che Guevara das Regime von General Batista, der das Land seit 1933 diktatorisch geführt hatte. Castro übernahm das Amt des Ministerpräsidenten. Kubas Bekenntnis zum Kommunismus, die Annäherung an die Sowjetunion und die Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba führten 1962 zwischen den USA und der Sowjetunion zur Kuba-Krise. Seit 1976 vereinigte Castro in seiner Person die Ämter des Staats- und Regierungschefs. Der Zusammenbruch der UdSSR und des Kommunismus in Osteuropa verschärfte die Wirtschaftsprobleme erheblich, da die Unterstützung ausblieb. 1992 wurden mit einer Verfassungsrevision erste Reformen, wie die direkte und geheime Wahl der Parlamentsabgeordneten und die Garantie der Religionsfreiheit, vorgenommen. Das Machtmonopol der Kommunistischen Partei blieb aber unangetastet.

Wirtschaft
Die 1959 an die Macht gekommene Revolutionsregierung verstaatlichte über 90 Prozent der Industrie und rund 70 Prozent des Agrarlands. Nach der erheblichen Finanzhilfe durch die Sowjetunion war deren Zusammenbruch für die Wirtschaft Kubas ein verheerender Schlag. Kuba gehört zu den führenden Zuckerproduzenten der Welt. Der Zucker bringt dem Land 75 bis 90 Prozent der Exportwerte. Zweites wichtiges Agrarerzeugnis ist der Tabak, der besonders in der Provinz Pinar del Río angebaut wird. Weitere landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Kaffee, Zitrusfrüchte, Ananas, Reis, Kakao, Bohnen, Bananen, Mais, Baumwolle, Kartoffeln und Tomaten. Kuba verfügt über bedeutende Bodenschätze wie Nickel und Kupfererze, Chrom, Rohöl und Erdgas. Kubas Industrie ist hauptsächlich auf die Verarbeitung des Zuckerrohres ausgerichtet. Weitere industriell verarbeitete Produkte sind Tabak, Fleisch und Obst.

Religion
Rund 50 Prozent der Kubaner gehören keiner Religion an. Die Zahl der bekennenden römisch-katholischen Christen ist seit der Revolution um etwa die Hälfte gesunken. Rund ein Prozent der Bevölkerung ist protestantisch.

Sitten und Gebräuche
Auf angemessene Kleidung wird auf Kuba viel Wert gelegt. Shorts und Badekleidung sollte man außerhalb des Hotels und der Badestrände nicht tragen. FKK ist verboten.

Duty Free
Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf des Reisenden bestimmt sind, wie Kleidung, Wäsche, Schuhe, Toilettenartikel usw., können zollfrei eingeführt werden.
Dazu zählen auch, unter der Maßgabe der Wiederausfuhr, die üblichen Reisegegenstände wie
1 Fotoapparat,
1 Film- oder Videokamera, jeweils mit Filmen oder Kassetten,
1 Fernglas,
1 Tonbandgerät,
1 Laptop (Laptops mit DVD-Laufwerken dürfen NICHT eingeführt werden) oder 1 Reiseschreibmaschine,
1 Musikinstrument
Angelgerät, Sportartikel.

Da in Kuba vieles rationiert oder nicht immer vorhanden ist, sollten alle für den Eigenbedarf benötigten Gegenstände (Toilettenartikel, Filme, Batterien für Fotoapparat usw.) sowie Medikamente/medizinische Artikel (bis zu 10 kg zollfrei bei mitgeführter Bestätigung der medizinischen Notwendigkeit) mitgeführt werden.

Zollfrei sind für Reisende über 18 Jahre außerdem: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 3 Liter Wein oder andere alkoholische Getränke, eine angemessene Menge Eau de Toilette oder Parfüm,

Geschenke bis zu einem Wert von 50 US-$ pro Jahr. (Darüber hinaus dürfen Gegenstände, die in Kuba verbleiben, bis zu einem Wert von 200 US-$ eingeführt werden, sie müssen allerdings zu 100 Prozent verzollt werden.).

Folgende Haushalts-Gegenstände erfordern eine besondere EINFUHRGENEHMIGUNG: Kühlgeräte, Klimaanlagen, Elektroherde, Dampfbügeleisen etc.

EINFUHRVERBOT besteht für Früchte, Milch, Gemüseprodukte, Fleisch- und Wurstwaren sowie pornografische Artikel. Einfuhr und Besitz von Drogen u.ä. wird streng bestraft. Video- und DVD-Player oder DVD-Medien dürfen nicht eingeführt werden.

HINWEISE ZUR AUSFUHR von Artikeln: Gelegentlich kam es zur Beschlagnahme von eigentlich wertlosen kunsthandwerklichen Gegenständen mit dem Hinweis, es handle sich um kubanisches Kulturgut. Auskünfte und Ausfuhrgenehmigungen gibt es gegen eine geringe Gebühr bei Bienes Culturales, Calle #1009, entre 10 y 12, Vedado, Tel. 3 96 58. Größere Muscheln egal welcher Herkunft werden ebenfalls oft einbehalten.

Bei der Ausfuhr von mehr als 23 Zigarren (nur für Touristen möglich, max. bis zu 2.000 US-$) benötigt man eine entsprechende Quittung der staatlichen Tabakläden, die Verpackung muss außerdem mit dem fälschungssicheren Hologramm versehen sein.

Folgende Waren dürfen ausgeführt werden:
5 Flaschen Wein oder andere alkoholische Getränke (wenn über 18 Jahre alt),
Produkte aus offiziellen Läden (Nachweis erforderlich) im Wert bis zu 1.000 US-$.

Vorgeschriebene Impfungen
Keine.

Empfohlene Impfungen
Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria
Keine.

Ärztliche Hilfe
HAVANNA: Clinica Central, Dr. A.G. Ferrandez (spricht Englisch), Calle 20 No. 4101 esq. Av. 41, Playa,, La Habana, Tel. (07) 33 26 73, 33 28 11/14;

VARADERO:Policlinica International, Dr. Maria Gomez Diaz de Rada (spricht Englisch), Varadero, Tel. 6 21 22, 6 37 80.

Währung
Währungseinheit: Kubanischer Peso (kub$)
1 Kubanischer Peso = 100 Centavos.

Neben der Landeswährung gibt es noch den konvertiblen kubanischen Peso, der offizielles Zahlungsmittel für ausländische Reisende ist (Kurs zum US-$ 1:1).
In Varadero sowie auf den Inseln Cayo Largo del Sur und Jardines del Rey (Cayo Coco/Cayo Guillermo) wird auch der Euro als Zahlungsmittel von großen Hotels, Mietwagenfirmen usw. akzeptiert. Da es aber bei kleineren Betrieben Probleme geben kann, sollte man unbedingt auch konvertible kubanische Pesos mitführen.

Derzeitiger Devisenkurs:
1 Euro = ca. 1,30 kub$

Sehenswertes

Havanna, die "Alte Dame der Karibik", ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Mehrere Akademien und Institute sind hier angesiedelt. Verschiedene Theater, die Oper mit Ballett und mehrere sehenswerte Museen bereichern das kulturelle Leben. Die Film-Szene hat oberes Niveau in Lateinamerika. Im Stadtbild Havannas, das an einem Naturhafen an der Nordküste der Insel liegt, ist noch heute der vergangene Ruhm und Glanz der Kolonialzeit zu erkennen. Dem Verfall der schönsten Gebäude wird heute mit Unterstützung der UNESCO entgegengewirkt. Sehenswert sind die Altstadt mit ihrem kolonialen Stadtkern, wo im Bereich der Plaza de Armas und der Plaza de la Catedral die Hauptattraktionen wie verschiedene koloniale Paläste, die Kathedrale und das Museo de Art Colonial zu finden sind. In der südlichen Altstadt gibt es ebenfalls viele interessante Stätten zu besichtigen: das Casa de Àfrica, das sich mit dem afrikanischen Erbe Kubas befasst, das Museo de Autos, das Cadillacs und Roll Royces ausstellt, die Iglesia de la Merced, das Viertel Santo Cristo del Buen Viaje sowie das Museo Histórico de las Ciencias Carlos J. Finlay und das Museo de Finanzas im unteren Stockwerk der Nationalbank Kubas.

Das 144 Kilometer von Havanna gelegene Varadero mit seinem langen Sandstrand (Playa de Varadero) ist das Touristenziel Nummer eins in Kuba. Es liegt an der Nordküste der Insel zwischen Cárdenas und Matanzas. Das Ferienziel bietet mit seiner guten touristischen Infrastruktur alles von Sonne und Strand über Sport- und Spielmöglichkeiten bis zu nächtlichen Vergnügungsstätten. Hier gibt es auch einige kulturelle Attraktionen wie das Museo Municipal, der Parque Retino Josone sowie die Cueva de Ambrosio, in der Felszeichnungen gefunden wurden. Ein Ausflug von Varadero bietet sich z.B. in das Archipel von Sanana an, wo es Segel-, Angel- und Tauchmöglichkeiten gibt.

In der Provinzstadt Santa Clara ist Che Guevara der Held, hat er doch die entscheidende Schlacht, die zum Sieg der Revolution führte, hier geschlagen. An der Carretera de Camajuani steht als Erinnerung an das Gefecht das Monumento al Tren Blindado (Denkmal des gepanzerten Zuges) und am östlichen Stadtrand wurde ein Platz (Plaza de la revolución) mit einer Che Guevara-Statue angelegt. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind der Parque Leoncio Vidal um den sich z. B. Theater, ein Kulturhaus und das Kolonialmuseum gruppieren sowie das Teatro de la Carida und das Museo de Artes Decorativas, eine Sammlung von Möbeln des 18. und 19. Jahrhunderts.

Santiago de Cuba hat trotz ihrer Größe - sie ist die zweitgrößte Stadt Kubas - ihr eher provinzielles Aussehen behalten. Das Klima ist in der Gegend um Santiago viel wärmer als im übrigen Land. Im Sommer ist es zum Teil unerträglich heiß. Die Stadt gilt als "Wiege der Revolution", haben hier doch die Unabhängigkeitsbestrebungen ihren Anfang genommen. Die historischen Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich zum großen Teil um den Parque Céspedes. Hier steht die Kathedrale, die Casa Diego Velázquez mit dem ältesten erhaltenen Haus Kubas, Ayuntamiento, das ehemalige Rathaus der Stadt, und das Museo de Arte Colonial. In der Calle Heridia kann man das Casa de Vino besuchen, wo man regionale Weine probieren kann, oder aber im Museo de Carnaval einen Blick auf die Geschichte des Karnevals in Santiago (der berühmteste in Kuba) werfen. Eine Ausstellung zeigt zahlreiche Kostüme und Masken. In der Nähe des Hafens haben Besucher die Möglichkeit bei der Produktion von Zigarren zuzusehen oder eine Rumfabrik zu besuchen. In der Moncada-Kaserne außerhalb des Stadtzentrums sind noch heute die Einschusslöcher zu sehen, die beim fehlgeschlagenen Sturm von Castro und seinen Leuten im Juli 1953 entstanden sind. Heute ist in der Kaserne ein historisches Museum untergebracht, das im besonderen die Revolutionszeit behandelt.

In der Umgebung Santiagos sind u.a. die Festung El Morro an der Bucht von Santiago mit dem Museo de la Pirateria, die Wallfahrtskirche von El Cobre mit drei gelben Türmen, der Parque Nacional de Baconao mit seinen verschiedenen Freizeiteinrichtungen und das Valle de la Prehistoria (auch Jurassic Park genannt) mit seinen Nachbildungen von Dinosauriern und Steinzeitmenschen sehenswert.

Die Isla de la Juventud (Insel der Jugend) ist die größte Insel des Korallenarchipels Canarreos. Die Insel wurde zunächst als Gefängnisinsel genutzt. In dem 1928 erbauten Gefängnis wurde u.a. Fidel Castro nach dem missglückten Angriff auf die Moncada-Kaserne gefangen gehalten. Nach der Revolution wurde die Insel durch Tausende von Jugendlichen urbar gemacht, was ihr auch den Namen gab. Neben der Inselhauptstadt Nueva Gerona mit dem naturgeschichtlichen Museum und dem Planetarium, sind das Museo del Presidio, das heute als Museum eingerichtete ehemalige Gefängnis, sowie La Fé, eine von amerikanischen Kolonisten gegründete Siedlung, zu besichtigen. Touristisch hat sich die Insel in den vergangenen Jahren zusehends weiterentwickelt. Ihre Korallenriffe gelten als Paradies für Taucher und Unterwasserfotografen.

Cayo Blanco

Trinidad, eine der ältesten Städte Kubas, hatte ihre auf Sklavenhandel und Zuckerrohranbau gegründete Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert. Der Tourismus, insbesondere der Tagestourismus, ist heute eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt. Beim Besuch der Stadt sollte man sich auch das angrenzende Valle de los Ingenios, wo heute noch Zuckerrohr angebaut wird, ansehen. Zu besichtigen sind hier der Torre de Iznaga, ein Turm, der zur Beaufsichtigung der Sklaven auf den Zuckerrohrfeldern gebaut wurde, und daneben die Hacienda der Familie Iznaga, in der heute ein Restaurant untergebracht ist. In Trinidad kann man besonders gut ein Souvenir kaufen, da hier das Kunsthandwerk noch gepflegt wird. Stickereien und Häkeleien sowie Holzarbeiten werden angeboten. Ansehen sollte man sich den Parque José Marti, um den sich sehenswerte Gebäude wie die Kathedrale und einige Museen, wie z. B. das Museo Romántico oder die Galeria de Arte Universal scharen. Das in einem der schönsten Gebäude Trinidads untergebrachte Stadtmuseum (Museo Municipal) zeigt Möbel und viele wertvolle Gegenstände aus der Kolonialzeit. Eine Ausstellung über die Geschichte des Zuckerrohranbaus behandelt auch die Sklaverei als Schattenseite des wirtschaftlichen Erfolges. Badeliebhaber sollten den zwölf Kilometer von Trinidad entfernten Sandstrand Playa Abcón besuchen. Von hier aus werden Touren in die karibische Unterwasserwelt angeboten.

Mitten im besten Tabak-Anbaugebiet Kubas liegt die Stadt Pinar del Rio. Sie bietet wenig Sehenswürdigkeiten, liegt aber in einer einzigartig schönen Agrar- und Palmenlandschaft. Im Museo de las Ciencias Naturales kann man sich einen Überblick über die naturgeschichtliche Entwicklung der Region verschaffen. Interessenten an Kubas Zigarren können in einer Tabakfabrik in der Nähe der Plaza Independencia bei den verschiedenen Arbeitsvorgängen der Produktion zusehen und die ein oder andere Zigarre kaufen. In der Likörfabrik Casa Garay wird ein Likör aus Guaven, ein weiteres typisches Produkt der Region, hergestellt.

Reisehinweise
Zum ersten Mal seit 47 Jahren hat aufgrund einer Erkrankung Fidel Castro seine wichtigsten Staats- und Regierungsämter auf seinen Bruder Raul Castro übertragen, ohne dass sich die neue politische Lage auf das alltägliche Leben ausgewirkt hätte. Reisende mit deutscher und kubanischer Staatsangehörigkeit sollten beachten, dass sie beim Aufenthalt in Kuba in besonderer Weise von kubanischen Maßnahmen wie z.B. Wehrpflicht und der Einberufung von Reservisten betroffen sein können.

In letzter Zeit sind Touristen häufiger als bisher Opfer von Betrügern und Dieben geworden. Es hat in wenigen Einzelfällen auch Gewaltverbrechen und Raubüberfälle gegeben. Die Zahl der aufgebrochenen Koffer an den kubanischen Flughäfen hat zugenommen. Wertvolle Gegenstände sollten im Handgepäck mitgeführt werden.

Individualreisenden wird bei Fahrten über Land aus Gründen der Verkehrssicherheit zu besonderer Vorsicht geraten. Nachtfahrten über Land sollten unterbleiben.

Im Vergleich zu anderen Fernreisezielen ist der Tourismus auf Kuba immer noch vergleichsweise sicher. In letzter Zeit werden aber auch auf Kuba Touristen öfter Opfer von Eigentumsdelikten und von Körperverletzung, in seltenen Fällen auch von Gewaltverbrechen, denen jedoch mit verstärktem Einsatz von Polizei und Sicherheitskräften vorgebeugt werden soll. Die Sicherheitslage in Kuba erfordert daher vor allem für Individualreisende entsprechende Vorkehrungen .

Reisende sollten nicht ihr gesamtes Bargeld bei sich führen. Das mitgeführte Bargeld sollte auf mehrere Stellen am Körper verteilt werden. Der mitgeführte Geldbetrag sollte nicht zur Schau gestellt werden. Bargeld und Originalreisepass gehören in den Hotelsafe.

Hinweis zur Hurrikan-Saison:
In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Juni bis November Hurrikan-Saison. Es muss mit Tropenstürmen, starken Regenfällen und unter Umständen auch mit Erdrutschen gerechnet werden.
Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise der lokalen Sicherheitsbehörden beachten. Aktuelle Hurrikan-Informationen sind im Internet u.a. unter www.nhc.noaa.gov und www.weather.com abrufbar.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
Das kubanische Stromnetz produziert zurzeit aufgrund technischer Probleme nicht ausreichend Strom, um den Bedarf zu befriedigen. Um Strom zu sparen, werden vor allem außerhalb der touristischen Zentren Stromabschaltungen (wichtig für Individualreisende!) vorgenommen, was auch zu Beeinträchtigungen der Wasserversorgung und Kommunikation führen kann.
Reisende sollten Kopien ihrer Dokumente anfertigen und Wertgegenstände an verschiedenen Stellen oder im Safe aufbewahren.
Vom Fotografieren von Käuferschlangen, verfallenden Häusern u.ä., sollte am besten ganz abgesehen werden, da betroffene Personen zunehmend aggressiv reagieren. Außerdem sollten militärische Einrichtungen und offizielle Fahrzeugkolonnen nicht fotografiert werden.

Das Rauchen ist in abgeschlossenen öffentlichen Räumen (z.B. Geschäfte, Kinos, Büros, Taxis, Busse) verboten. In Restaurants darf nur in speziell eingerichteten Raucherzonen geraucht werden.

Kubaner bedürfen für jegliche Art privater Geschäfte eine Genehmigung der kubanischen Behörden. Daher, sowie wegen des Risikos von Raubüberfällen, wird ausdrücklich vor privaten Taxis gewarnt, die nicht einem offiziellen Taxiunternehmen angehören und entsprechend gekennzeichnet sind. Ebenso sollte man vor Unterbringung in Privathaushalten (auch im Falle von Bekannten) nach der behördlichen Genehmigung fragen, da sonst für beide Teile (Gastgeber und Gast) Schwierigkeiten mit der Polizei zu befürchten sind.

Für Autofahrten ist höchste Wachsamkeit erforderlich. In letzter Zeit haben sich eine Reihe von teilweise schweren Unfällen mit Personenschaden ereignet, an denen ausländische Fahrer beteiligt waren. In solchen Fällen verhängen die kubanischen Behörden unabhängig von der Schuldfrage z. T. drakonische Haftstrafen gegen die ausländischen Fahrer, insbesondere wenn Personen verletzt oder getötet wurden. Erhöhte Gefahren im Straßenverkehr resultieren aus schlechtem Straßenzustand, unvorhersehbarem Fahrverhalten sowie technischen Unzulänglichkeiten (keine Beleuchtung, Bremsversagen etc.). Kubaner verständigen sich im Straßenverkehr z. T. durch ein System von Handzeichen, die für Ausländer zunächst nicht verständlich sind. Nachtfahrten über Land sollten wegen der schlechten Straßenverhältnisse, unbeleuchteter Fahrzeuge (wie Fahrradfahrer und Pferdefuhrwerke), Fußgänger und Tiere auf der Fahrbahn unbedingt vermieden werden. Aufgrund vorgekommener schwerer Unfälle wird davon abgeraten, Mopeds oder dreirädrige Coco-Taxis zur Fortbewegung auf Kuba zu verwenden.

Die Hurrikan-Saison ist von Juni bis November. Es muss mit Tropenstürmen, starken Regenfällen und unter Umständen auch mit Erdrutschen gerechnet werden.

TAUCHEN IN KUBA

Häufig verglichen mit dem, was die Cayman Islands vor 20 Jahren waren, ist Kuba heute für viele Taucher aus aller Welt das beliebteste Tauchrevier.

Mit Wassertemperaturen zwischen 26° und 29°C, intensivem Korallenwachstum, hunderten kleinen Buchten und Inseln, und mit Weltklasse-Tauchanbietern überall, ist es kein Wunder, dass Kuba zum Synonym für farbenprächtiges, aufregendes und herausforderndes Tauchen geworden ist.

Dort unten sind Sie nicht allein: Spanische Galleonen und U-Boote aus neuerer Zeit bilden eine einzigartige Kulisse. Schildkröten, Haie, Rochen, Barrakudas, Engelsfische, Barsche, Jack-Fische, Papagei-Fische, Nacktschnecken, Seesterne, Trigger-Fische und viele andere Arten gehören zum vielfältigen Unterwasser-leben. Die Sichtweite liegt im Allgemeinen zwischen 15 und 35 Metern, so dass man immer in der Lage ist, zu sehen, wer gerade um die nächste Ecke kommt. Da das Tauchen in Kuba durchwegs von hoher Qualität ist, nimmt die Zahl der Tauchanbieter mit der wachsenden Zahl an Besuchern ständig zu. Beinahe jedes Resort bietet Tauchprogramme an, die meisten mit Einsteigerangeboten und der Möglichkeit, ein Tauch-zertifikat zu erlangen. Auch die Qualität der Ausrüstungen ist in der Regel gut, aber natürlich können Sie auch Ihre eigene Ausrüstung mitbringen.

Tauchen Sie ein, in die wunderbare Unterwasserwelt Kubas!

Es gibt außer den oben genannten Tauchrevieren noch viele andere Spots in Kuba, wo Sie mit geschulter Betreuung oder auf eigene Faust tauchen können.

TAUCHPLÄTZE KUBA: 

Weitere Tauchplätze mit ausführlichen Beschreibungen finden Sie hier.

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