R e i s e b e r i c h t
Bunaken Island, SULAWESI
SULAWESI
Die Insel Sulawesi mit ihrer außergewöhnlichen Form liegt inmitten des indonesischen Archipels östlich von Borneo. Die Insel ist ein äquato-riales Paradies mit einer großen Menge an endemischen Pflanzen und Tieren und einer spektakulären Unterwasserwelt. Die unterschiedlichen ethnischen Gruppen bieten eine kulturelle Vielfalt: die bekanntesten sind wohl das Seefahrervolk der Bugis in Ujung Pandang mit seinen Pinisi Schonern, die Torajas im zentralen Hochland, die berühmt sind für ihre traditionellen Begräbniszeremonien oder auch die Volksgruppe der Minahasa im Norden Sulawesis.
ANREISE
Die Anreise erfolgt von Deutschland aus mit einem Zwischenstopp in Singapur und anschließendem Weiterflug nach Manado. Per Schiff geht es weiter zu den Bunaken Island.
Die Flugzeit beträgt ab Flughafen Frankfurt/ Main in der Regel mit allen Zwischenstopps und Aufenthalten zwischen 17 und 20 Stunden.
KLIMA
Heißes, tropisches Klima. Es gibt zwei Monsune, den Südwest-Monsun von Mai bis Oktober und den Nordost-Monsun von November bis April. Der Südwest-Monsun bringt normalerweise im Juni und Juli Wind und Regen. Die Temperaturen fallen selbst nachts selten unter 25°C. Die beste Urlaubszeit ist zwischen November und April.
Wetter .in..MANADO
JAN
FEB
MÄR
APR MAI JUN JUL AUG SEP OKT NOV DEZ
Beste Reisezeit
Max. Temperatur (°C)
28
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Min.Temperatur (°C)
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Sonnenstunden
3
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7
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7
6
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Niederschlag (Tage)
25
24
25
25
23
19
16
10
16
23
26
26
Niederschlag (mm)
433
367
310
235
194
188
143
119
121
161
252
355
Luftfeuchtigkeit (%)
89
88
87
86
84
81
76
70
76
81
85
86
Wassertemperatur (°C)
28
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30
29
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29
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UNTERKUNFT
Sea Breeze Bungalows. Die Bungalowsliegen direkt auf der kleinen mit Mangroven und Urwald be-wachsenen Insel Bunaken. Diese Insel bildet den Mittelpunkt des weltbekannten Bunaken Nationalpark.

Die Bungalows traditioneller Bauweise unter der Leitung von Terry Bradford und seiner Frau stehen direkt am Strand. Einfache aber saubere Bungalows mit zwei Einzelbetten, Ventilator und Mosquitonetzen. Jeder Bungalow hat ein eigenes WC/DU.

STROMVERSORGUNG
220 Volt, 50 Hz, in abgelegenen Gebieten teilweise 110 Volt, 50 Hz. Adapter sind meist erforderlich. Strom steht im Sea Breeze nur von 18:00 bis 6:00 Uhr zur Verfügung !!!
KULTUR
Islam ist die offitielle Religion, außerdem sind Christen, Buddhisten und Hindus (vor allem auf Bali). Be-sucher sollten für religiöse Bräuche respekt zeigen, sowie die Schuhe an der Tür ausziehen und ange-messene Kleidung tragen.
LAND und LEUTE
Auf Grund der verschiedenen Religionen gibt es in Indonesien auch eine Vielzahl von Feiertagen. Es kann also durchaus vorkommen, dass Sie einmal vor verschlossenen Ladentüren stehen werden. Bitte informieren Sie sich vor Ort übe die ansteh-enden Feiertage.
TIPPS
Das ganze Jahr über finden vielerorts Mondscheinfeste statt, bei denen Sie - aus respektablem Abstand - die farbenfrohen Festtagsgewänder der Indonesier betrachten können. Indonesiens Marionettentheater sind weltberühmt und die Aufführungen bei Touristen besonders beliebt.
VERKEHR
In Indonesien herrscht Linksverkehr. Besonders abends ist das Autofahren für Europäer gefährlich, da Fahr-räder und Motorräder meist ohne Licht fahren.

Es gibt normale Taxis als auch sogenannte Bemos, offene Kleinbusse, die meist auf festgelegten Routen fahren und an jeder beliebigen Stelle halten. Der Preis ist sehr günstig, hier sollte dennoch gehandelt werden. Minibusse sind etwas teurer, aber bequemer. Taxis sind in der Regel günstiger als bei uns. Miet-wagen sind kaum günstiger als ein Wagen mit Fahrer. Ein internationaler Führerschein ist erforderlich.

TAUCHEN
Das Tauchgebiet um Bunaken ist ein staatlich anerkannter und geschützter Unterwasser Park von mehr als 85.000 Hektar. Der Park umfasst die Inseln, Bunaken, Manado Tua, Siladen, Montehage und Nain. Die meisten Teile des Parks werden von einem Riffgürtel umgeben der an der Außenseite in atemberaubende Dropoffs abfällt. Den Taucher erwarten hier voll bewachsene Steilwände mit Sichtweiten bis zu 40 Meter Die Wassertemperatur reicht von 27 bis 30 Grad Celsius. Mit Ausnahme von November bis Februar kann man das tauchen auf Bunaken das ganze Jahr über gewährleisten. In der Regel sollte ein 3mm Tauchanzug ge-nügen aber wer eher schnell auskühlt der sollte vielleicht auf einen Tauchanzug mit 5mm zurückgreifen. Es gibt 27 hervorragende Tauchplätze zu betauchen die alle mit Weich- und Hartkorallen sowie großem Fischreichtum und interessanten Critters aufwarten. Ein Paradies fuer Makro und Weitwinkelfotographen.

Regelmässig werden neben ungewöhnlich vielen Riffischen auch Riffhaie, Schildkroeten, Adlerrochen, Napoleonwrassen und gelegentlich Dugong's, Delphine und Minkwale gesichtet.

Die meisten Tauchplätze im Süden von Bunaken sind sehr tief mit steilabfallenden Wänden, wunderschön mit Korallen bewachsen und mit vielen kleinen Höhlen, Kanten und Simsen auf denen oft Meeresschildkröten und Haie zu finden sind. Neben den Grossfischen findet man mit etwas Geduld auch kleine interessante Tiere wie Nacktschnecken, Geisterpfeifenfische, Leierfische, Schaukelfische und kleine Garnelen und Krebse.
SICHERHEIT beim TAUCHEN

Medizinische Versorgung bei Tauchunfällen
Bei Tauchunfällen, telefoniere DAN (Divers Alert Network). Die Nummer von ausserhalb von Australien ist :

+61-8-8212 9242

Hyperbarische Kammern (Deko- oder Druckkammern):

Manado: Im Malalayang Spital in der Nähe von Manado (Druckkammer für 3 bis 4 Personen) Telefon: 0811430913 und nach Dr Jimmy Waleleng fragen

Makassar: Rumah Sakit Umum Wahidin Sudirohusodo. Kontaktperson: Pak Daniel Adresse: Jl. Perintis Kemerdekaan Km. 11, Tamalanrea Kampus UNHAS Indonesien Telefon:++ 62 - 0411 (584677) , 584675 . Druckkammer für 3 bis 4 Personen.

Singapore: Das Singapore Naval Medicine & Hyperbaric Center Telefon +65-750 5546

TAUCHBASIS
Die kleine Tauchbasis unter australischer Leitung liegt direkt im Resort am Strand. Die Basis ist sehr serviceorientiert, das Equipment wird, soweit sie nichts dagegen haben, vom Staff zusammengebut, getragen und gewaschen. Terry leitet die Basis selbst, er ist PADI-Instructor mit über 20 Jahren Erfahrung. Zusätzlich tauchen mit Ihnen zwei lokale
Divemaster, die seit 18 bzw. 6 Jahren den Bunaken Nationalpark betauchen und mit den Tauchplätzen daher bestens vertraut sind.

Alle Tauchgänge sind begleitete Bootstauchgänge und in der Regel Steilwand- und Strömungstauchgänge. Normalerweise wird in kleinen Gruppen von maximal 6 Tauchern pro Boot getaucht. Da viele Tauchplätze nur 5 Bootsminuten entfernt liegen, ist der tägliche Tagesablauf sehr flexibel je nach Wunsch der Gäste gestaltet.

TAUCHPLÄTZE BUNAKEN ISLAND: Celah Celah, Likuan I , II & III, Kampung, Pangalisan, Bunaken Timur, Sachiko's Point:, Mike's Point, Raymond's Point, Tengah, Mandolin Point, Fukui Point, Alung Banua.

Weitere Tauchplätze mit ausführlichen Beschreibungen finden Sie hier.

Schon beim Landeanflug vom Flughafen Manado bekommen wir die ersten Eindrücke von diesem ursprüng-lichen Paradies an dem wir die nächsten Wochen am fast anderen Ende der Welt verbringen werden.

Die recht strapaziöse Anreise ab Flughafen Frankfurt a. Main, mit Zwischenstopp in Singapur und an-schließendem Weiterflug nach Manado ist bald vergessen, als wir nach etwa 17 Stunden das erste mal durch die Wolken auf diese wunderschönen Inseln blicken können.

Während des Transfers vom Flughafen Manado und der noch anstehenden Bootsfahrt nach Bunaken Island regnet es in strömen und wir bekommen den ersten Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung dieser kleinen Metropole Sulawesis.

Als wir im Hafen durch den Resortleiter des „Bunaken Divers Seabreeze Resorts“, Terry Bradford herzlich begrüßt werden, den Bootstransfer bei leichtem Regen antreten und der langsam in einem rostroten Farben-spiel hinter den Wolken verschwindenden Sonne entgegen fahren, ist von Jetlag kaum etwas zu spüren. Zu groß ist die Neugierde auf das neue Land. Leider müssen wir unseren Tatendrang zügeln da es in der Zwischenzeit schon dunkel geworden ist. Nach dem Abendessen fallen wir dann doch übermüdet, jedoch sehr entspannt in die Betten.

Die Unterkunft im Bunaken Divers Seabreeze Resort ist einfach aber zweckmäßig. Die Bungalows werden jeden Morgen während der ersten Tagesausfahrt gereinigt. Über jedem Bett hängt ein Moskitonetz und ein Ventilator, auf der Terrasse befinden sich eine Hängematte und ein Tisch mit Stühlen um in den Abend-stunden zu verweilen . Die Wasserversorgung erfolgt mit Regen- bzw. Brunnenwasser.

Das Essen ist ebenfalls einfach. Sandwichtoast, Pancakes, Schokoaufstrich und Marmelade, sowie Nasi Goreng werden zum Frühstück; Reis, Fisch und Hühnchen mit Gemüse zu Mittag und Abend gereicht. Frische Früchte und Wasser sind ebenfalls zu den Mahlzeiten vorhanden und im Preis inbegriffen. Weitere Getränke wie Bier und Cola können an der Bar geordert werden.

Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen und einer erholsamen Nacht steht am nächsten Morgen die Planung der ersten Tauchausfahrt auf dem Programm.

Beim Frühstück werden mit den anderen Gästen die verschiedenen Tauchplätze und deren Besonderheiten durchgesprochen und durch Terry, den Tauchbasenleiter erklärt.

Neben Bianca, meiner Begleitung und mir ist auch Judith aus Kölle neu angereist.

Um nicht unbedingt einen Tauchplatz doppelt anzufahren, wird individuell für uns neue Gäste ein eigenes Boot gestellt und ein geeigneter Tauchplatz ausgesucht.

In der Zwischenzeit ist durch die Bootscrew eine Kiste für unser Tauchequipment auf unserer Terrasse des Bungalows abgestellt worden. Nachdem wir unsere Anzüge, Automaten und Jackets in der Kiste verstaut haben, wird diese gleich zur hoteleigenen Tauchbasis und dem entsprechenden Tauchboot gebracht.

Nach einer kurzen Einweisung der Basis kann es bereits losgehen. Natürlich lassen wir uns nicht lange bitten.

Das Equipment ist bereits auf dem Boot verstaut und wird nun von den Bootsjungen für den ersten Tauchgang zusammengebaut.

Die Ausfahrt dauert etwa 45 Minuten und führt uns zur benachbarten Insel Manado Tua. Geplant sind zwei Tauchgänge. Der Erste findet bei Pangulingan statt. Nach dem Check durch den Guide erwartet uns gleich bei dem ersten Tauchgang eine doch etwas heftige Strömung gegen die wir versuchen anzukommen. Gleich beim Abtauchen können wir uns von dem vielfältigen Bewuchs dieses Riffs überzeugen. Ein Schwarm Fledermausfische, ein Blaupunktrochen, viele Nackt- und Warzenschnecken und sogar eine Schildkröte zählen zu unseren ersten Highlights. Nach 40 Minuten wird der Drifttauchgang mit einem Sicherheitsstopp beendet.

Während der Oberflächenpause bekommen wir einen kleinen Snack gereicht und fahren in Richtung Mike´s Point, dem nächsten Tauchplatz. Während der Fahrt kommt Terry die Idee, der zeitweise dort in der Nähe beheimateten Barrakudaschule einen Schnorchelbesuch abzustatten. Tatsächlich treffen wir nach kurzer Zeit auf etwa zwanzig Barrakudas die majestätisch ihre Kreise ziehen und kurz danach im Blau verschwinden.

Der zweite Tauchgang beginnt ähnlich wie der Erste. Ziemliche Strömung, große Schwämme, schwarze Korallen und große Gorgonien warten auf uns. Der Fischreichtum lässt auch hier nicht zu wünschen übrig. Fahnenbarsche, Stachelmakrelen und verschiedene Anemonenfische scheinen hier auf der Tagesordnung zu stehen. Nach einem etwa 45 min. Drifttauchgang werden wir durch die Crew des herannahenden Tauchbootes wieder eingesammelt und beenden den ersten Tauchtag.

Das Tauchequipment wird durch die Bootscrew demontiert, in den Kisten verstaut und zum reinigen und trocknen zur Basis gebracht.

Im Resort zurück haben wir noch genügend Zeit die Gegend zu erkunden. Etwa 100 Meter von der Tauchbasis entfernt stehen bereits die ersten Hütten der Einheimischen. Am dortigen Sandstrand bekommt man die Freundlichkeit der Bewohner zu spüren, die keinen Kontakt scheuen und einem freundlich zuwinken. Nach etwa 400 Metern gelangen wir zu einem Steg, der bis zur Kante des Hausriffs gelangt. Von hier können wir die nun schon tief stehende Sonne in den aufziehenden Wolken verschwinden sehen. Da es hier recht schnell dunkel wird und es langsam anfängt zu regnen wird es Zeit den Rückweg zum Resort anzutreten.

Während des Abendessens prasselt der Regen wie Musik auf das Wellblechdach des Restaurants.

Im Gegensatz zum ersten Tauchtag mit zwei Tauchgängen pro Ausfahrt werden an den nächsten Tagen je-weils nach dem Frühstück und dem Mittagessen einzelne Ausfahrten durchgeführt. Je nach Tidenhub legt das Tauchboot bei Flut direkt vor der Basis am Strand oder bei Ebbe an der Riffkante des Hausriffs an. Vor jeder Ausfahrt ist das komplette Equipment bereits an Bord des Schiffes verstaut. Mit sechs bis sieben Tauchern und zwei bis drei Tauchguides werden die folgenden Ausfahrten durchgeführt.

Die Sonne durchbricht die Wolken und auf Grund der geringen Entfernung werden die Plätze um Lekuan I, II und III, die benachbarte Insel Siladen und Bunaken Timur zum Tauchen und Schnorcheln angefahren.

Gleich zu Beginn des zweiten Tauchtages treffen wir bei Lekuan I über dem Sandplateau in einer Tiefe von etwa 40 Metern auf einige Weiß- und Schwarzspitzen-Riffhaie. In einer Fächerkoralle versucht sich ein Langnasenbüschelbarsch zu verstecken und eine Schildkröte ruht sich in einem zerklüfteten Riffabschnitt aus.

Siladen, die benachbarte Insel ist in etwa 25 Minuten mit dem Boot erreicht und lädt auf den ersten Blick viel mehr zum Sonnenbaden am Strand, als zum Tauchen ein. Unter Wasser tauchen wir bei mäßiger Strömung an einer fantastischen Riffoberfläche mit vielen Variationen von harten und weichen Korallen, Gorgonien, Federsternen und Riesenmuscheln entlang. Rotfeuerfische, Fahnenbarsche, Skorpionfische, und Kaiserfische sind unsere Begleiter. Dem geschulten Auge der Guides entgehen auch die Harlekingarnelen und Schaukelfische nicht.

Bunaken Timur ist ebenfalls innerhalb kurzer Zeit per Boot erreichbar. Auch hier lassen sich Langnasenbüschelbarsche, Fledermausfische, Rotfeuerfische und die verschiedensten Arten von Nackt- und Warzenschnecken finden. Das Hausriff der Bunaken Divers ist das verlängerte Riff von Bunaken Timur. Hier sind sogar beim Schnorcheln mehrere Adlerrochen zu sehen.

Ein besonderes Highlight verspricht die zweieinhalbstündige Tauchausfahrt zur nordöstlich gelegenen Insel Bangka Island. Der erste Tauchgang führt uns zu einer im Meer gelegenen Riffformation, Sahaung genannt. Hier treffen wir schon beim Abtauchen auf eine große Schildkröte und etwas später auf einen Grauen Riffhai.

Der zweite Tauchgang wird bei teilweise heftiger Strömung bei Busa Bora durchgeführt. Hier sind die etwa 1cm (!!!) großen Pygmäen-Seepferdchen zu Hause. Auch Fledermausfische, Geistermuränen und Anglerfische sind standorttreue Gesellen.

Der dritte Tauchgang des Tages wird nach einem Mittagessen bei Pulisan durchgeführt. Hier treffen wir unter Anderem auf Oktopusse, Anglerfische, Muränen und jede Menge Nackt- und Warzenschnecken bei einem üppigen Bewuchs aus Hart- und Weichkorallen.

Eine schöne, unberührte Insellandschaft mit langen feinsandigen Stränden laden auch hier zum Sonnenbaden ein. Zum Schnorcheln sind diese Tauchspots um Bangka Island jedoch weniger geeignet.

Zurück auf Bunaken Island steht für den nächsten Tag eine Tauch- und Schnorchelfahrt zur Turtle City auf dem Plan. Direkt nach dem Sprung ins 29 Grad warme Nass haben wir die Gelegenheit mit einem großen Napoleon zu schnorcheln. Etwa 15 Minuten lässt sich Dieser nicht von uns stören und zieht seine Bahnen entlang der Riffkante. Die nach etwa 50 Minuten zurück kehrenden Taucher hatten unter Wasser „nur“ zwei Schildkröten und die sonst übliche „jede Menge Fisch“ zu sehen bekommen.

Da sich die meisten Tauchplätze in unmittelbarer Nähe zum Resort befinden bleibt nachmittags immer noch Zeit für einen Bummel. An der Landseite des Bunaken Divers Seabreeze Resorts entlang führt die Haupt-strasse in Richtung eines indonesisches Dorfes. Nach etwa 10 Minuten Fussweg treffen wir auf die ersten freundlichen Hello-Rufe der Einheimischen. Ein christlicher und ein moslemischer Teil sind nur durch die Kathedralen getrennt voneinander zu erkennen. Die Bootsbauer fertigen am Strand ihre neuen Fischerboote. Kinder laufen auf uns zu, um fotografiert zu werden. Zu guter Letzt bekommen wir noch eine Einladung an einem am nächsten Abend stattfindenden Fest teilzunehmen. Eine überwältigende Gastfreundschaft.

Nach diesem Landausflug und dem stärkenden Abendessen mit einer Reispfanne, gebratenem Fisch, Hühnchen und gedünstetem Gemüse sind wir bestens für die nächsten Tauchtage vorbereitet.

Die Tauchplätze der Lekuan-Riffe, Celah-Celah, Turtle City und Fukui Point warten regelmäßig mit Groß-fischen wie Weiß- und Schwarzspitzen Riffhaien, Napoleone und Schildkröten mit mehr oder weniger starken Strömungen auf. Wobei diese Plätze auch zum Schnorcheln gut geeignet sind.

Bei Thuka Kampung, Pangulingan, Siladen und Muka Gereja sind mehr die kleineren Spezies von Pygmäen-Seepferdchen, Nackt- und Warzenschnecken, Krebsen und Garnelen vertreten.

Neben den üblichen Rifffischen sind Napoleone, Oktopusse, Seeschlangen und Adlerrochen sogar bei Schnorchelgängen an verschiedenen Plätzen fast immer anzutreffen.

Während der Ausfahrt zu den Tauchplätzen ist die Begegnung mit Delfinen, Pilotwalen und an der Oberfläche tanzenden Marlins (sogar direkt vor dem Hausriff) fast keine Seltenheit.

Nach überwältigenden zehn Tagen über wie auch unter Wasser endet unsere Exkursion in dieser einzig-artigen Gegend auch schon wieder.

Nach dem bevorstehenden Bootstransfer zurück nach Manado und dem Weiterflug, steht noch ein eintägiger Stopover in Singapur auf dem Programm.

Gleich nach der Landung bekommen wir die ersten Eindrücke einer sehr sauberen Riesenmetropole. Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden.

Nachdem wir im Hotel Peninsula Excelsior in Singapur angekommen sind, machen wir uns auch schon auf den Weg zur Sightseeingtour. Leider ist es bereits zu spät um den größten Zoo der Welt mit seiner Nachtsafari zu besuchen. So steht als erstes das höchste Gebäude Singapures auf dem Programm. Mit einer Gesamthöhe von 220 Metern sind im Equinox-Komplex mehrere Bars und Restaurants untergebracht. Aus dem 70. Stockwerk bekommt der Besucher einen atemberaubenden Ausblick auf die Skyline der Metropole.

In unmittelbarer Nähe befindet sich das älteste, aus der Kolonialzeit stammende Raffles Hotel. Die Hotellegende ist seit der prachtvollen Wiederauferstehung luxuriös wie nie zuvor. 104 Suiten ab US$ 650 bis US$ 6000. In der Long Bar wird der berühmte Singapur Sling, ein in diesem Hotel durch einen Barkeeper erfundener Cocktail und Erdnüsse gereicht. Dementsprechend sieht auch der Boden der Lounge-Bar aus. Überall sind die Schalen der Erdnüsse auf dem Boden verteilt.

Nach dem Abendessen in einer der vielen Sushibars endet unsere Tour im Hardrock-Cafe bei einem schönen kühlen Tiger Beer.

Der nächste Morgen beginnt mit dem Frühstück in einem indischen Restaurant direkt am Singapore River. Anschließend steht ausschließlich Shopping auf dem Plan. Neben den vielen Designerfashion- und Elektronikläden sind z. B. in der „Lucky Plaza“, eines der vielen Einkaufszentren der Stadt, in der Kelleretage drei Tauchshops zu finden. Auch hier sollte gehandelt werden. Meist ist an dem Preis etwas zu machen.

Leider bleibt keine Zeit um Eindücke von Underwaterworld, mit seinem spektakulären 83 Meter langen Acryltunnel und den sich dahinter befindlichen Haien und Rochen, sowie Little India oder Chinatown zu sammeln.

Nach einer dreistündigen Einkaufstour müssen wir uns schon wieder im Hotel einfinden, den Transfer zum Flughafen und die damit verbundene Rückreise antreten.

Fazit: Um einen ruhigen Tauch- oder Schnorchelurlaub zu verbringen ist die Insel Bunaken ideal. Schöne und vielfältige Tauchplätze, die selbst für Schnorchler bereits im Flachwasserbereich Großfische wie Napoleone, Adlerrochen und Schildkröten bietet.

Je nach Jahreszeit können heftige, länger anhaltende Regenfälle auftreten. Eine dünne Regenjacke und festes Schuhwerk sind nicht nur für Ausflüge ins Landesinnere vorteilhaft.

Für einen Stopover in Singapur ist eine Übernachtung jedoch zu wenig. Die Stadt hat viel mehr zu bieten. Für Sightseeing und Shopping sind mindestens zwei bis drei Übernachtungen einzuplanen.

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