ÄGYPTEN
R e i s e i n f o s
ÄGYPTEN
Ägypten ist heute eine Republik mit einer Fläche von 1.001.449 km2, von denen etwa 2,5 % bewohnt sind. Durch die großen Wüstenflächen beschränkt sich der Lebensraum auf einen kleinen Teil des Landes. Kairo, die Hauptstadt Ägyptens ist die größte Stadt Afrikas, der arabischen Welt und des Mittleren Ostens. Die Staatssprache ist Arabisch, ein ägyptisch-arabischer Dialekt ist jedoch überall anzutreffen. Als Geschäftssprachen gelten Englisch und Französisch. Bezahlt wird mit ägyptischen Pfund. Die Zeitzone ist +1 MEZ.

Von den ca. 60 Mio. Einwohnern tummeln sich alleine ca. 16 Mio. Einwohner in der Hauptstadt Kairo. Die genaue Zahl kennt jedoch niemand, die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich viel höher. Die Bevölkerung setzt sich aus Arabern, Nubiern und Berbern zusammen, von denen 80 % Fellachen sind. 93 % der Einwohner sind Moslime (der Islam ist Staatsreligion), 6,7 % koptische Christen. Schulpflicht besteht nur für 6-12jährige. Ägypten verfügt über 13 Universitäten.

ANREISE
Ägyptens nationale Fluggesellschaft heißt Egypt Air (MS) (Internet: www.egyptair.com.eg). Alle großen Flug-gesellschaften wie Lufthansa, Swiss und KLM fliegen Ägypten an.
KLIMA
Ägypten liegt in der subtropischen Hochdruckzone, was ein trockenheißes Wüstenklima zur Folge hat. Im weiten Binnenraum des Landes herrscht ein Trockenklima mit heißen Sommern (durchschnittliche Temperatur im Juli zwischen 28°C (Kairo) und 32°C (Luxor)) und milden Wintern (im Januar zwischen 13 und 15°C). Im Frühjahr wehen die heißen Sandstürme (Khamsin) aus Südwest. Nur der nördliche Küstenstreifen und das Nildelta sind mediterran beeinflusst (Winterniederschläge über 100 mm).
Wetter . .HURGHADA
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Beste Reisezeit
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Nachttemperatur (°C)
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Wassertemperatur (°C)
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UNTERKUNFT
Im Reiseland Ägypten findet man Hotels aller Kategorien, wobei hinter der Anzahl der Sterne nicht unbe-dingt das steckt, was man in Europa erwarten würde. Die 5-Sterne-Luxushotels gehören internationalen Ketten wie Sheraton oder Hilton. Eine Übernachtung kostet hier ab 150 € aufwärts. 4-Sterne-Häuser sind meist in ägyptischer Hand, kosten etwa 30 € und sind in der Regel gut gepflegt. Zu empfehlen sind die 3-Sterne-Hotels, die für rund 15 € im Doppelzimmer meistens ein eigenes Bad, Klimaanlage, Kühlschrank und ein akzeptables Frühstück bieten. Die einfacheren Hotels sind selten gut ausgestattet und oftmals auch nicht besonders sauber. Am günstigsten sind die Hotels, wenn man sie zu Hause über einen Reiseveranstalter bucht.
HURGHADA
Hurghada (in Ägypten auch "Ghardaga" genannt) ist eines der größten ägyptischen Feriengebiete und liegt direkt am Roten Meer. Die Stadt beheimatet ca. 60.000 Einwohner sowie angeblich weitere 10.000 Illegale. Die Stadt Hurghada wurde erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts gegründet und den 80er Jahren zu einem der führenden Badeorte in Ägypten ausgebaut.

Das Feriengebiet ist ca. 30km lang. Im Norden liegt der ursprüngliche Ortskern ad-Dahar. Ad-Dahar war ursprünglich ein Verwaltungsort für die im Golf von Suez gelegenen Erdölfelder. Im Süden liegt das Touristengebiet as-Siqala (auch El Sekalla geschrieben). Noch weiter südlich liegen die Pauschal- und Luxushotels.

Aufgrund der noch jungen Geschichte von Hughada sucht man historische Sehenswürdigkeiten in diesem Feriengebiet vergeblich. Von allen Luxus- und Pauschalressorts in Hurghada werden aber Ausflugsfahrten zu den Sehenswürdigkeiten im Niltal angeboten. Nur ca. 3% der Feriengäste in Hurghada besuchen das Feriengebiet, um dort zu tauchen, obwohl die offizielle Webseite von Hurghada das Feriengebiet als eines der weltbesten Tauchdestinationen ausweist. In der Hauptsaison sind in Hurghada mehr Touristen als Einheimische anzutreffen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Hurghada mit seinem ca. 20 Kilometer langen feinem Sandstand allen modernen Touristenbedürfnissen entgegenkommt. Ein besonderer Geheimtipp sind die im Niltal verfügbaren frischen Früchte und Säfte. Da die Früchte bis zu vollen Reife am Baum oder Strauch bleiben, haben diese dort einen Geschmack und ein Aroma, wie man es in Deutschland überhaupt nicht kennt. Frisch gepresst sind die Früchte als Saft ein herrlich erfrischender Genuss, den man natürlich auch in jedem Hotel genießen kann. Das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen!

SAFAGA
Safaga ist bei den Tauchern und bei den Surfern ein beliebtes Urlaubsziel. Die Unterwasserwelt ist hier ein-zigartig und faszinierend zugleich.

Safaga ist ein hervorragendes Gebiet um zu Tauchen oder zum Surfen. Weitläufige Strände sind für die Surfer eine willkommene Sache und die vielen Tauchgebiete laden zum Tauchen oder zum Schnorcheln ein. Die Thermischen Winde sorgen für ein hervorragendes Surferlebnis und das bunte Treiben unter Wasser fasziniert von je her die Taucher. Doch nicht nur wegen dem Leben unter Wasser kommen viele Taucher nach Safaga. Hier liegt auch das Wrack der Salem Express. Als die Fähre am 16. Dezember 1991 sank, riss es über 800 Pilger mit in den Tod.
Unter den Einheimischen kursieren die wildesten Gruselgeschichten über das Wrack unter Wasser, doch eher nur, um die Taucher von ihm fernzuhalten. Doch es ist, wie bei den Kindern. Wovor man "warnt" ist wohl viel zu Interessant, um einen großen Bogen drum zu machen. Jedoch ist hier dazu geraten, mit dem größten Respekt zu tauchen, denn das Wrack ist eine offizielle Grabstätte. Außerdem ist das Eindringen in das Innere des Wracks ist strengstens untersagt, um die Totenruhe wahren zu können.

Etwas nördlich von Safaga liegt Soma Bay. Hier befindet sich ebenfalls ein beliebtes Surfrevier, das für alle sehr gut geeignet ist. Vom Anfänger bis zu den Profis. Der gleichmäßig wehende ablandige Wind ist hier nicht gefährlich und sorgt eher für ein glattes Wasser. An den Riffs von Safaga ist die Unterwasserwelt überraschend gut erhalten und zieht somit viele Taucher magisch an. Die Artenvielfalt, die man hier vorfindet ist einzigartig und faszinierend. Diese Riffe sind so beliebt unter den Tauchern, dass man hier mit Gewissheit keine Gefahr lauert, vor allem in der Hochsaison, unterhalb der Wasserlinie allein zu sein. Es ist fast eine Sünde, die Riffe ohne Tauchkamera zu betauchen. Dieses bunte Treiben unter Wasser muss man unbedingt auf Bildern festhalten.

EL QUSIER
Die typische arabische Kleinstadt mit ihren gerade mal 3000 Einwohnern liegt 150 Kilometer südlich von Hurghada und 220 Kilometer östlich von Luxor. Der Stadtkern liegt zu Füßen der im 16. Jahrhundert erbauten Festung des Sultans Selim. El Quseir liegt am Ende einer historischen Karawanenstraße, die aus dem Niltal durch die östliche Wüste führte, und war ehemals ein blühendes Handelszentrum und ein wichtiger Hafen für Pilgerreisende nach Mekka. Heute ist der Handel mit Phosphat die vornehmliche Einnahmequelle. Touristisch betrachtet gehört Quseir noch zu den exotischen Zielen Ägyptens. Die derzeit noch sechs Hotels liegen zwischen fünf und 30 Kilometer außerhalb des Zentrums. Die zahlreichen Rohbaue lassen auf einen Ausbau des Tourismus schließen, bisher aber verfügt Quseir über keine touristische Infrastruktur.

Die etwa 20 Tauchplätze um Quseir sind überwiegend Saumriffe, die von Land oder vom Boot aus angesteuert werden. Einige kleinere Ergs liegen frei im Meer. Jede Basis hat ihr eigenes Hausriff, an dem selbstständig getaucht werden kann. Die Riffe vor Quseir zeichnen sich durch überwältigende Strukturen aus. Allgemein ist der Reichtum an Fischen hier geringer als an den weiter nördlich gelegenen Tauchplätzen, dafür gibt es, teils sogar an den Hausriffen, spektakuläre Sichtungen wie Weißspitzen-Hochseehaie, Adlerrochen, Delfine und Schildkröten. Angefahren werden Tauchplätze wie die Balans, ein kleines Wrack, Serib Kebir, eine schöne Steilwand, und das Erg Malek, an dem eine Seekuh und ihr Kleines regelmäßig angetroffen werden. Obwohl nach wie vor ein Ziel abseits des Massentourismus ist, hat es sich als Alternativtipp inzwischen so weit etabliert, dass die Kapazitäten der wenigen Basen zu Hochzeiten schnell überschritten werden. Tauchpakete sollten deswegen bereits zu Hause gebucht werden.

MARSA ALAM
der neue Stern des Südens, ist ein winziger Ort, etwa 45 Minuten vom neu eröffneten Flughafen entfernt. Infrastruktur, besonders touristische, ist so gut wie nicht vorhanden. Statt Supermärkten gibt es hüttenartige Ladengeschäfte, in denen die täglichen Dinge des Lebens gekauft werden können. Das wird sich wohl in den nächsten Jahren ändern, betrachtet man die über 30 Hotelbaustellen und das ehrgeizige Yachthafen-Projekt "Port Galeb" unweit des Flughafens. Wer sich ärgert, die Pioniertage des Tauchens in Hurghada und Sharm El Sheikh verpasst zu haben, hat in Marsa Alam eine zweite Chance.

Anders als in El Quseir, wo Tauchen ausschließlich landgestützt an Saumriffen stattfindet, gibt es in Marsa Alam zahlreiche vorgelagerte Riffe mit wirklich spektakulären Plätzen. So liegt direkt vor der Haustür des Kahramana Hotels, nur zehn Minuten Bootsfahrt entfernt, das Elphinstone Riff, an dem man mühelos eine Woche tauchend verbringen kann. Vor dem Örtchen Marsa Alam liegt das Shaab Marsa Alam, ein Korallenriff mit einer Fläche von 100 Quadratmetern. Das hufeiesenförmige Shaab Samadai etwas weiter südlich und drei Meilen vor der Küste gelegen, wird regelmäßig von Spinner Delfinen besucht und wird daher auch "Dolphinhouse" genannt. Shab Cluade schließlich, nahe Berenice, ist ein aufregendes Höhlensystem, das auch von Sporttauchern gut betaucht werden kann, weil es jederzeit einen Durchgang zur Oberfläche gibt. Tauchen um Marsa Alam ist vergleichbar mit Tauchen in Hurghada oder Sharm El Sheikh vor zwanzig Jahren: kaum berührte Plätze von hervorragender Qualität.

SHARM EL SHEIKH
an der Südspitze des Sinai ist die Touristenmetropole der gesamten Halbinsel. Sharm unterteilt sich in zwei Stadtteile. Die nördliche, etwa zehn Kilometer südlich des Flughafens gelegene Naama Bay ist mit ihren Hotels und Tauchbasen der Haupt-Anlaufpunkt für Taucher. Weitere fünf Kilometer südlich liegt Sharm, auch Sharm El Moya oder Downtown Sharm genannt. Hier befinden sich Stadtverwaltung, Militär und die meisten Einheimischen leben hier. Oberhalb der Downtown liegt ein Plateau, wo reiche Araber und Europäer ihre Häuser haben. Anfänge des Tourismus gehen auf 1967 zurück, als die Israelis nach der Besetzung des Sinai hier Militärstützpunkte errichteten und die Küstenstraße von Eilat nach Sharm bauten. Nach der Rückgabe des Sinai an die Ägypter 1982 kam der gerade erst aufkeimende Tourismus zunächst zum erliegen, keimte jedoch bald wieder auf. 1986 gab es bereits drei Tauchbasen in der Naama Bay. Der große Boom kam mit den letzten 15 Jahren. Heute gibt es in Sharm über 40 Hotels und dreißig Tauchbasen mit mehr als 240 Tauchbooten.

Bei allem Wandel ist Sharm El Sheik ein äußerst lohnenswertes Tauchziel geblieben. An fast allen der über 30 Tauchplätze sind Ankerbojen installiert, an den wenigen ohne werden Drifttauchgänge gemacht, bei denen das Boot lose treibt und den Tauchern folgt. Ankerwerfen ist in Sharm absolutes Tabu. Die legendären Tauchplätze wie die von Ras Mohammed oder die der Tiran-Inseln sind noch immer viele Tauchgänge wert. Doch auch die weniger berühmten Tauchplätze versprechen allerfeinste Taucherlebnisse. Die Steilabfälle des Sinai-Massivs, die sich auch unter Wasser fortsetzen, bescheren dem Taucher atemberaubende Drop-Offs, die teils senkrecht bis in große Tiefen abstürzen. Wrackliebhaber können zahlreiche beliebte Wracks wie die Thistlegorm erkunden. Waren früher Tauchgänge von Land aus typisch, wird heute überwiegend vom Boot aus getaucht. Obwohl die Riffe intensiv betaucht werden, kann ihr Zustand überwiegend als gut bezeichnet werden. Ein Wermutstropfen für alte "Sinai-Hasen": die heute wesentlich größere Anzahl an von Mittauchern an vielen Stellen. Einsam ist es in Sharm wirklich nicht mehr, weder unter noch über Wasser. Statt Robinsonade ist heute perfekte Infrastruktur angesagt.

TAUCHEN
Tauchen in Ägypten ist Tauchen im Roten Meer. Das Mittelmeer ist tauchtouristisch nicht erschlossen. Für Europäer ist das Rote Meer das nächstgelegene Top-Tauchziel. Nur wenige Flugstunden entfernt bietet es alles, was Taucher sich nur wünschen kann. Mit Tauchschiffen gelangt man auf Tagesfahrten und Tauchsafaris zu den spektakulärsten Plätzen. Wer Boote nicht mag, kann in Dahab und Marsa Alam von Land aus tauchen. Neben angenehmen Temperaturen das ganze Jahr über, von Leben überbordenden Riffen und Tauchplätzen für jede Erfahrungsstufe bietet das Rote Meer besonders eines: Wracks, Wracks, Wracks.
Es werden die weit im offenen Meer gelegenen Tauchgebiete Brothers Island, Daedalus, Zabargad und Rocky Islands auf den Tauchsafaris angefahren. Namen wie Elphinestone, Abu Dabab, Samadai, Wadi Gimal, Sataya und sogar St. John’s sind auf Safarirouten zu finden.
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